Montag, 05 März 2018

Was gegen Unkraut wirklich hilft

Was gegen Unkraut wirklich hilft

Mit großer Kraft drücken sich Löwenzahn, Distel & Co. durch Straßen- oder Gehwegdecken, kämpfen sich durch Ecken, Fugen und Ritzen. Dem wirkungsvoll zu begegnen, ist für Kommunen eine große Herausforderung.

Es gibt zwar chemische Produkte, doch diese sind eher umweltbelastend und im öffentlichen Raum nur eingeschränkt verwendbar. Regelmäßiges Kehren, Lösungen mit Heißluft, Wasserdampf und Heißwasser sowie mechanische Besen sind Alternativen, die in anderen Ländern teilweise seit langem bewährt sind. Doch was funktioniert in welcher Wachstumsphase und bei welchem Untergrund am besten? Und wie hängen die Methoden, der individuelle Anspruch an die Sauberkeit und die zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen? Fakt ist: Das Unkraut kommt wieder, es gibt kein Wundermittel. Wer aber seine Planung an den jeweiligen Bedarf anpasst, gelangt effizient und nachhaltig zum gewünschten Ergebnis.

Phase 1: Regelmäßiges Kehren zur Vorbeugung
Vorbeugung ist die beste Medizin, um sich der Ausbreitung von Unkraut zu erwehren. Wer vollständig verhindern möchte, dass sich beispielsweise an Straßen das Unkraut in der sogenannten Bitumenschicht zwischen Asphalt und Bordstein einnistet, kommt um regelmäßiges Kehren nicht herum. Denn dadurch werden Staub und Schmutz, die in Verbindung mit Regenwasser einen guten Nährboden für Unkraut bieten, ebenso beseitigt wie die Samen der Pflanzen.

Phase 2: In der frühen Wachstumsphase – Heißluft. 
Wer sich etwa aus Ressourcengründen gegen regelmäßiges Kehren entscheidet, hat je nach Entwicklungsstufe des Unkrauts verschiedene Lösungen zur Auswahl. Generell gilt: Je stärker die Pflanze – insbesondere die Wurzel – ausgeprägt ist, desto höher ist der Anspruch an die Beseitigung. Ist das Unkraut noch nicht hoch gewachsen, eignen sich thermische Verfahren. Bis zu 450 °C heiße Luft oder Flammen sollen es regelrecht austrocknen.

Phase 3: Im vollen Wachstum – Wasser und Wasserdampf.
Wo ein höheres Wachstum des Unkrauts nicht besonders stört, kann die Beseitigung noch später im Jahr beginnen. In diesem Fall ist Heißwasser die effektivste Methode. Das Wasser wird auf bis zu 99 °C erhitzt und entwickelt so – entgegen heißer Luft, die lediglich die Pflanze erreicht – eine gewisse Tiefenwirkung bis zur Wurzel, wodurch die Pflanze zerstört werden kann. Nach der Behandlung mit Heißwasser sieht das Unkraut aus wie blanchierter Spinat; zwei bis drei Tage später hat es sich rückgebildet.

Phase 4: Bei besonders tiefen Wurzeln – Besen aus Stahl.
Wachsen Wegerich und Löwenzahn schon einen halben Meter in den Weg hinein und haben sich mit tiefen Wurzeln richtig festgesetzt, ist nur noch auf die mechanische Leistung mittels Kehrmaschine und Zubehör wie Unkrautbesen Verlass. Kraftvolle Zöpfe aus Stahl reißen das Grün mitsamt Wurzel aus dem Boden. Diese Art der Unkrautbeseitigung ist unabhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds effektiv; wird eine Saugkehrmaschine eingesetzt, werden die Pflanzenreste im selben Schritt aufgenommen.

Mehr zum Thema Galabau lesen Sie im Special der Ausgabe vier, die am 25. März erscheint.

 

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Heft 06/2018
vom 25.05.2018

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