Mittwoch, 06 Juni 2018

Der Teleskoplader als Kran

Der Teleskoplader als Kran

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wird derzeit mit einem Gesamtbudget von 16 Millionen Euro restauriert. Für die Transporte auf dem engen Baustellen-Plateau arbeitet die Firma Dirks Natursteinprojekte mit zwei Merlo Teleskopladern der Roto-Serie.

Einem Merlo Roto 38.16 mit 415° drehbaren Oberwagen, 3,8 t maximaler Hubkraft und 16 m nach oben ausfahrbarem Ausleger. Das zweite Gerät ist ein Roto 45.21 MCSS. Er besitzt einen endlos drehbaren Oberwagen, hebt bis zu 4,5 t und erreicht eine Hubhöhe von maximal 21 m.
Die zwölf Mitarbeiter des Natursteinbetriebes bauen insgesamt 19 Bögen und 100 m Böschung aus Obernkirchener Sandstein (Naturlager) auf. Dafür verarbeiten sie 900 t Böschungs- und 600 t Bogensteine.
Dirks beschäftigt sich in der vierten Generation speziell mit der Denkmalpflege und dem Restaurieren von Kirchen.
Rudi Apel (Bauleiter bei Dirks) sagt: „Früher hatten wir Kräne, aber wir brauchen Flexibilität. Wenn wir oben Stücke haben, die gewendet werden müssen, können wir den Merlo drehen und wieder zurück schwenken. Außerdem ist der Merlo ruhiger als ein Kran.“
Er führt aus, dass es bei Kranen aufgrund der größeren Seillänge und des Windes leichter zu Verschiebungen beim Materialablassen kommt. Wegen der geringen Abmessungen bei eingefahrenen Abstützungen und des 360°-Rundumblicks von der Kabine aus können die Bediener die Merlos gut durch die schmalen Baustellengänge rangieren. Der 38er misst in der Breite 2,24 m, der 45er 2,4 m. Beide Geräte haben einen Hydrostatantrieb und drei Lenkungsarten: Allrad, Vorderrad, Hundegang.
Beim größeren 45.21 sind Apel der längere Arm und die höhere Hubkraft wichtig. Er agiert häufig mit Winde. Sie wiegt 650 kg. Dazu kommt eine Tonne Böschungssteine, die die Steinmetze vorn an den Teleskoparm anhängen und möglichst weit an und über die Brüstung hinausfahren. Dank der Funkfernsteuerung, die bei allen aktuellen Roto-Modellen zur Serienausstattung gehört, können sie nahe an die Brüstung heran und die Stücke millimetergenau absetzen.

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Heft 06/2018
vom 25.05.2018

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